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Fokus: Palliative Begleitung

Ich bin... Verantwortliche Medizin und Pflege

Sonya Bieder arbeitet als Verantwortliche Medizin und Pflege sowie als pädagogische Mitarbeiterin an der Heilpädagogischen Tagesschule visoparents in Oerlikon ZH. Sie betreut, unterrichtet und pflegt Kinder mit mehrfacher Behinderung und ist Fach- und Ansprechperson im Bereich der palliativen Begleitung.

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Ich bin…
Verantwortliche
Medizin und Pflege

Sonya Bieder arbeitet als Verantwortliche Medizin und Pflege sowie als pädagogische Mitarbeiterin an der Heilpädagogischen Tagesschule visoparents in Oerlikon ZH. Sie betreut, unterrichtet und pflegt Kinder mit mehrfacher Behinderung und ist Fach- und Ansprechperson im Bereich der palliativen Begleitung.

Sonya Bieder, wie beschreiben Sie Ihre Arbeit?

An der Heilpädagogischen Tagesschule visoparents bin ich als pädagogische Mitarbeiterin in den Klassen tätig. Falls bei unseren Schüler:innen ein medizinisches Problem auftritt, kann ich als Verantwortliche Medizin jederzeit Hilfe leisten. Parallel dazu studiere ich Soziale Arbeit an der Hochschule Luzern. Zudem leiste ich als Pflegefachfrau Einsätze auf Abruf im Kinderspital Zürich.

Sie haben vor drei Jahren den CAS-Lehrgang in Pädiatrischer Palliative Care bei Dr. Eva Bergsträsser und Dr. Deborah Gubler absolviert. Was hat Sie dazu bewogen?

An der Tagesschule unterrichten wir viele Kinder mit neurologischen Erkrankungen, welche progredient verlaufen. Progredient bedeutet, dass es nicht allen Schüler:innen vergönnt ist, das Erwachsenenalter zu erreichen, oder dass sie in ihrer Entwicklung Fähigkeiten erlernen, welche sie durch das Fortschreiten der Erkrankung wieder verlieren. Als ich mich für den CAS-Lehrgang
entschied, war pädiatrische Palliative Care in der Tagesschule weitgehend unbekannt. Mein Ziel war es, entsprechendes Wissen einzubringen.

Wie können Sie das Gelernte an der Heilpädagogischen Tagesschule visoparents umsetzen?

Indem wir im Team darüber sprechen, indem ich Ängste und Sorgen versuche zu erfassen und zu benennen. Manchmal hilft einfach ein gemeinsames Aushalten. Betreuungspläne und verschiedene Reanimationsstatus sind bei uns mittlerweile implementiert. Das heisst, alle Mitarbeitenden in den Klassen kennen den Betreuungsplan und den Status ihrer zu betreuenden Schüler:innen. Und ich kann Kinder und Familien unterstützen, indem ich Rundtische organisiere, Elterngespräche führe und die Familien und die Klassen in schwierigen Situationen begleite, beispielsweise bei einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes oder bei Atemproblemen. Die Zusammenarbeit mit dem pädiatrischen Palliativteam des Kinderspitals Zürich ist dabei eine wichtige Ressource.

Interviewstafette – so funktionierts:

Kinder mit Behinderung treffen auf so manche Fachkräfte, die sie beraten und fördern. In dieser Rubrik stellen wir diese Held:innen und ihre Berufe vor. Wer interviewt wird, stellt gleich auch der nächsten Person eine Frage.

Welche Momente sind für Sie besonders schwierig?

Schwierig ist es, trotz erschwerten Bedingungen in der Klasse den Schüler:innen Teilhabe und Normalität zu ermöglichen. Der Schulalltag geht weiter und genau diese Routine hilft den Schüler:innen, die eigene Situation anzunehmen und sich als Teil des Ganzen zu fühlen.

Wie gehen Sie persönlich damit um, wenn ein Kind schwer krank ist?

Durch meine Arbeit im Kinderspital habe ich eine professionelle Nähe und Distanz gelernt, dazu gehört
auch, sich abzugrenzen. Wenn ein:e Schüler:in krank oder hospitalisiert ist, bin ich oft im regelmässigen Austausch mit den Eltern oder der Pflegeberatung. Wenn ich im Kinderspital
arbeite, versuche ich das entsprechende Kind zu besuchen, oft ergibt sich dies automatisch, da die mehrfachbeeinträchtigten Kinder meistens auf der Station im Kinderspital betreut werden, auf welcher ich weiterhin Einsätze auf Abruf leiste.

Unsere letzte Interviewpartnerin, Tania Dunkel, wollte von Ihnen wissen, wo Sie Ausgleich zu Ihrer Arbeit finden.

Den Ausgleich finde ich im Ausdauersport. Während der Weiterbildungsmonate kann ich leider nicht mehr so viel trainieren wie sonst, trotzdem kommen immer noch einige Stunden zusammen, welche mir Kraft und Energie geben.

Interview: Regula Burkhardt
Foto: Vera Markus

Ihre Frage an…

Pietro Londino

Im nächsten Interview befragen wir Pietro Londino, Verantwortlicher Sehen der Eltern- und Fachberatung der Stiftung visoparents. Sonya Bieders Frage an ihn: «Welches sind die häufigsten Anliegen, mit denen Ratsuchende auf Sie zukommen?»

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Sonya Bieder
Pädagogische Mitarbeiterin und Verantwortliche Medizin

Sonya Bieder arbeitet als Verantwortliche Medizin und Pflege sowie als pädagogische Mitarbeiterin an der Heilpädagogischen Tagesschule visoparents in Oerlikon ZH.

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